Mit dem Schutz von "Grüne Infrastrukturen" in Wien und Bratislava soll dem Artensterben von u.a. Fledermäusen und Mehlschwalben entgegen gewirkt werden

Hintergrund des Projekts

Wien und Bratislava sind artenreiche Städte, verbunden durch das grüne Band der Donauauen. Beiden Städten wird starkes Wachstum in den nächsten Jahrzehnten vorausgesagt, was mit steigenden Besucherzahlen in den bereits sehr stark beanspruchten städtischen Erholungsgebieten einhergeht. Gleichzeitig sind beide Städte mitten im Prozess der Verdichtung und Erneuerung, woraus sich wiederum Chancen für eine Mitberücksichtigung der Artenansprüche von z.B. Tieren an Gebäuden ergeben. Ein besonderes Hindernis für die naturschutzgerechte Wiesenpflege ist das mangelnde Wissen der städtischen Bevölkerung, welche Bedeutung Grünflächen für den Erhalt der Artenvielfalt haben und wie sich diese auf den Menschen auswirken kann wie z.B. Bienensterben.

Projektinhalt

Abnehmende Qualität und Quantität „Grüner Infrastrukturen“ in Großstädten und der Mangel an Umweltbewusstsein der städtischen BewohnerInnen tragen zur Zerstörung von Brutstätten gefährdeter Arten wie z.B. Fledermäuse und Mehlschwalben bei. Im Rahmen des Projekts werden neue Informationen über die Ökologie dieser Tiere gewonnen, die bei der Planung der entsprechenden Schutzmaßnahmen genutzt werden sollen. ExpertInnen aus beiden Städten evaluieren die derzeitige Lage und erarbeiten Maßnahmen zum Schutz ausgewählter bedrohter Tierarten auf 11 ha Wiesen (6 ha in Wien und 5 ha in Bratislava). Die Erfahrungen aus der Umsetzung von Modellmaßnahmen werden an Stadtteile und Gemeinden der teilnehmenden Region weitervermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt im Projekt ist die hochwertige Umweltbildung und Bewerbung der Biodiversität in der Öffentlichkeit. Im neuen Infozentrum „Kamzik“ soll BesucherInnen ein innovatives und nachhaltiges Informationsangebot zur Bedeutung von Artenvielfalt geboten werden. Weitere Informationen erhalten Interessenten auch über eine Beratungs- und Informationswebsite „Service Center-City Nature“, die die „Erlebbarkeit“ von Biodiversität vor der Haustür bewerben soll. Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen dem Menschen und der Natur, die im urbanen Raum verloren geht, über Informationen und Erlebnisse im Freien zu stärken.

Highlights

Das Projekt hat bereits das Interesse der Medien geweckt und wurde im Kurier, Wiener Zeitung, Kronen Zeitung, Österreich vorgestellt. Auch auf orf.at und der Website der Stadt Wien wurde berichtet.

Im Rahmen des Projekts wurde eine Wiesenpflegeaktion in Wien im Zeitraum vom 13. September bis 25. Oktober 2019 gestartet. Diese Aktion wurde auch in der "Kleine Zeitung" beworben.

Eckdaten zum Projekt


Laufzeit

06/2018-05/2021

Förderprogramm

Interreg Slowakei-Österreich 2014-2020

Projektbeteiligte

Forstverwaltung in Bratislava (Leadpartner) (SK)

MA 22- Wiener Umweltschutzabteilung (AT)

DAPHNE – Institut für angewandte Ökologie (SK)

Projektbudget der Wiener Organisationen


€ 894.400 davon EFRE: € 760.200


Weitere Links zum Projekt

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