Kick-off Veranstaltung des Projekts Cepi

Die ÖsterreicherInnen konsumieren im Jahr durchschnittlich 21 kg Geflügelfleisch und 235 Eier pro Kopf. Deshalb ist Geflügelforschung nicht nur für die Geflügelindustrie, sondern auch für die KonsumentInnen von großer Bedeutung.

Am 20. Jänner 2017 fand in der Veterinärmedizinischen Universität in Wien das Kick-Off Meeting zum Projekt CEPI statt. Der Projektname CEPI steht für Centre of Excellence for Poultry Innovation und gibt bereits einen Hinweis darauf, dass die Geflügelforschung zentraler Inhalt des österreichisch-ungarischen Projekts zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Pannonischen Universität ist. Das Projekt widmet sich ganz konkret den Themen Geflügelernährung, Geflügelgesundheit, Wissensaustausch im Bereich der Geflügelforschung und den Summer Schools für Studierende und ExpertInnen der Geflügelmedizin.

Im Bereich der Geflügelernährung wird der Einfluss von regional produzierten, neuen proteinreichen Futtermitteln wie z.B. von gentechnikfrei hergestellter Donau-Soja auf die Geflügelgesundheit erforscht. Bei der Geflügelgesundheit werden die Faktoren untersucht, die Einfluss auf die Ansiedlung von Campylobacter und anderer Krankheitserreger im Geflügeldarm und somit auf die Geflügelgesundheit haben. Der Wissensaustausch im Bereich der Geflügelforschung findet im Rahmen von ein- bis zweitägigen StundentInnenaustauschprogrammen statt in Zuge derer Fachvorträge und Konferenzen von GeflügelexpertInnen abgehalten werden und Geflügelfarmen und Schlachthöfe in Österreich und Ungarn besucht werden können. Die Summer Schools richten sich an Studierende der Geflügelmedizin, die im Sommer zusätzlich theoretische und praktische Kurse absolvieren können und gleichzeitig einen Einblick in die lokalen Produktionspraktiken der Geflügelindustrie im jeweiligen Nachbarland erhalten.

Die Grußworte wurden von Dr. Otto Doblhoff-Dier, dem Vizerektor für Forschung und Internationale Beziehungen der Vetmeduni und einer Vertreterin des Botschafters von Ungarn in Wien, der krankheitsbedingt leider nicht erscheinen konnte, gesprochen.

Frau Dr. Ylva Huber von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft informierte über mögliche Förderungen im Bereich der Forschung.

Die Projektverantwortlichen Prof. Dr. Michael Hess von der Veterinärmedizinischen Universität und Dr. Károly Dublecz von der Pannonischen Universität berichteten über die erfolgreiche Zusammenarbeit im Vorgängerprojekt Cepo und wiesen auf die Bedeutung des neuen Projekts Cepi für die Geflügelindustrie und auch für die KonsumentInnen von Ei- und Geflügelprodukten hin.

Wichtige statistische Hintergrundinformationen zum durchschnittlichen Ei- und Geflügelverbrauch der österreichischen und ungarischen Bevölkerung bis hin zu den Trends in der Geflügelproduktion lieferten die VertreterInnen der Geflügelverbände. Die österreichische Seite war mit DI Michael Wurzer und Mag. Harld Schliessnig vertreten; auf ungarischer Seite erfolgte ein Beitrag von Dr. Attila Csorbai.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Mákvirág Volksmusikgruppe, die auf Zithern bekannte österreichische und ungarische Musikstücke zum Besten gab. Wie sich herausstellte waren die MusikerInnen alle Beschäftigte eines ungarischen Geflügelbetriebs, die Prof. Dr. Hess im Laufe des Vorgängerprojekts Cepo kennen lernte. Er schwor sich, sollte das Projekt Cepi zustande kommen, würde er die Volksmusikgruppe einladen im Festsaal der Veterinärmedizinischen zu spielen. Wie man an diesem Tag sehen konnte, folgten Dr. Hess’s Worten Taten und die Mákvirág Volksmusikgruppe war auch diesmal Teil des Projekts.

Mehr Informationen zu dem aktuellen Projekt Cepi und seinem Vorgängerprojekt Cepo finden Sie hier.