AgriNatur AT-HU Exkursion im Nationalpark Doñana, Spanien, vom 08.10.-12.10.2019

Der Besuch von National- und Naturpark Doñana liefert wertvolle Inputs für das Projekt AgriNatur AT-HU. 

Eine gemeinsame Exkursion von MitarbeiterInnen der Projektpartner führte im Oktober 2019 in das andalusische Schutzgebiet Doñana, dem Flußdelta des Guadalquivir. Die Herausforderungen in diesem bedeutenden Vogelschutzgebiet sind jenen der Schutzgebiete Donau-Auen und Moson-Ebene nicht unähnlich, u.a. Anhebung der Grundwasserspiegel und Renaturierung sowie Einbeziehung der lokalen Bevölkerung. Viele Vogelarten kommen sowohl in den Natura 2000 Gebieten Donana wie auch Moson Ebene und Donauauen vor. Darüber hinaus besteht langjährige Erfahrung in der Förderung einer schutzgebietsverträglichen Landwirtschaft. Diese spielt eine aktive Rolle in der Erhaltung der Biodiversität, etwa als Jagdrevier des extrem gefährdeten iberischen Luchses oder durch Wasserdargebot in Trockenzeiten. Seit der Entstehung vor 50 Jahren konnte die Flächenausdehnung des Schutzgebiets deutlich gesteigert werden. Der Hauptfokus liegt im Nationalpark auf weiteren Restorationsprojekten zum Schutz der Feuchtgebietslandschaft. Im umgebenden Naturpark hat traditionelle Landwirtschaft eine hohe ökologische Bedeutung, Anpassungen im Wasserregime des integrierten Reisanbaus dienen Millionen Wasservögeln. Aktuelle LIFE Projekte der Bauernvereinigung ASAJA Sevilla beschäftigen sich mit einer nachhaltigen Verbindung von Landwirtschaft und Umwelt in den europaweit bedeutenden andalusischen Feuchtgebieten.

Den detaillierten Exkursionsbericht aus dem National- und Naturpark Doñana gibt es auf Deutsch und Englisch.