Vegetationserhebungen im Nationalpark Donau-Auen in der Oberen Lobau im Bereich Wien

Projekt Agrinatur AT-HU: Ein Bericht liefert erste Ergebnisse zu den Vegetationserhebungen auf Wiesenregnerationsflächen (ehemalige Ackerbrachen).

Im Rahmen des Agrinatur AT-HU Projekts wurde in der Oberen Lobau, Nationalpark Donau-Auen, in der Vegetationsperiode 2019 der Zustand aufgelassener Ackerflächen der Stadt Wien durch neun Vegetationsaufnahmen dokumentiert und mit Ersterhebungen aus dem Jahr 2011 verglichen. Ziel war die Evaluierung der im Zuge des LE-Projekts Wiesenentwicklung Lobau (2010 – 2014) gesetzten Wiesen-Rückführungsmaßnahmen. Die Untersuchungen auf Wiesen-Regenerationsflächen (6 Aufnahmen) und Goldrutenfluren (3 Aufnahmen) wurden vom Naturschutzbund NÖ und V.I.N.C.A. im Auftrag der Stadt Wien durchgeführt. Zusammenfassend haben sich die von der Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) dominierten Wiesen-Regenerationsflächen (= Einsaatwiesen), nach Bearbeitung und ackerbaulicher Nutzung 2013 mit einer Wiesensaatgutmischung eingesät, wie geplant entwickelt. Die Deckungswerte der Goldrute sind mittlerweile sehr gering und die eingesäten Arten dominant. Insgesamt ist die Artengarnitur jedoch beschränkt und eine aktive Anreicherung mit weiteren typischen Wiesenarten ist überlegenswert.

In den erhobenen Flächen mit Goldruten hat sich die Vegetation seit 2011 fast nicht verändert. Dies zeigt wie längerfristig stabil diese Bestände sind.

Insgesamt konnten mit den neun Monitoring-Aufnahmen 65 verschiedene Farn- und Blütenpflanzenarten erfasst werden. Darunter sind mit der Eigentlichen Sand-Esparsette (Onobrychis arenaria) und dem Steppen-Lieschgras (Phleum phleoides) aus der Saatgutmischung auch zwei österreichweit gefährdete Arten. Den detaillierten Bericht dazu finden Sie unter folgendem Link.