P bis S ...

von Partnerschaftsvertrag bis Stundenlisten

Partnerschaftsvertrag / Partnerschaftsvereinbarung

Dies ist eine verpflichtende Vereinbarung zwischen dem Leadpartner und seinen Projektpartnern, in der alle Pflichten und Rechte der Partner zur Umsetzung des Projektes geregelt sind. Eine entsprechende Vorlage wird vom jeweiligen Programm zur Verfügung gestellt.


Pauschalen

Ab dieser Programmperiode (2014-2020) können in den INTERREG-Programmen bestimmte Kosten als Pauschale abgerechnet werden:

  • Pauschale für Gemeinkosten 15% der förderfähigen Personalkosten
  • Pauschale für Personalkosten bis zu 20% der Gesamtprojektkosten

Daneben gibt es im AT-CZ und AT-HU Programm eine Pauschalsumme von € 5.000 (Gesamtkosten) für die Vorbereitungskosten.

Weitere Details finden Sie in den jeweiligen Förderfähigkeitsregeln der Programme!


Personalkosten

Die Personalkosten beziehen sich auf Kosten des eingesetzten Personals des jeweiligen Projektpartners und können prinzipiell pauschal oder als IST-Kosten abgerechnet werden. Zugekaufte Leistungen sind externe Dienstleitungen und werden als solche budgetiert und abgerechnet.

Weitere Details finden Sie in den jeweiligen Förderfähigkeitsregeln der Programme. 


Preisangemessenheit

Siehe hierzu auch "Grundsatz der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit"

 

Programme

Wien beteiligt sich an drei grenzüberschreitenden Programmen mit den Nachbarstaaten Slowakei, Tschechien und Ungarn. Die jeweiligen Programmdokumente stehen auf den Webseiten der Programme zur Verfügung:

Website des Programms SK-AT

Website des Programms AT-CZ

Website des Programms AT-HU

 

Projektfinanzierung

Die Projektfinanzierung ist neben der EFRE-Förderung (öffentliche Mittel) grundsätzlich aus öffentlichen und privaten Finanzmitteln möglich.


Programmgebiet

Ist diejenige Region, für die ein Kooperationsprogramm gültig ist. Die geografische Abgrenzung ist im Programmdokument festgelegt. Die Förderfähigkeit der Aktivitäten eines Projekts ist grundsätzlich auf den grenzüberschreitenden  Kooperationsraum begrenzt. Aktivitäten außerhalb des Programmgebietes müssen frühzeitig geklärt werden, jedenfalls aber eine Wirkung für den Kooperationsraum mit sich bringen.

 

Projektlaufzeit

Der Zeitrahmen, in dem ein Projekt umgesetzt wird und in dem die in diesem Zeitraum vorgenommenen, projektbezogenen Ausgaben aus Programmmitteln gefördert werden. Die Projektlaufzeit wird im Fördervertrag festgelegt.

 

Projektpartner

Alle Partner, die im Projektantrag neben dem Leadpartner aufgelistet werden und operativ an der Umsetzung des Projekts beteiligt sind.

 

Projektrelevanz

Nur projektrelevante Kosten können im Projekt abgerechnet werden. Beachten Sie diesen Grundsatz bei der Vergabe und Dokumentation. Überhöhte Kosten sind oftmals nicht mehr verhältnismäßig und daher auch trotz Projektrelevanz nicht förderbar (z.B. sehr hohe Stundensätze bei Personal).

 

Prüfbehörde - PB

Die Prüfbehörde prüft, ob das Management- und Kontrollsystem eines Programms effektiv funktioniert. Zu diesem Zweck werden Strukturen und Abläufe im Programm durch stichprobenweise Überprüfung einzelner Projekte des Programms kontrolliert. Diesen Prüfvorgang nennt man auch Second-Level-Control (SLC).

 

Prüfbericht - "Validation form"

Die First Level Control (FLC) prüft alle in einer bestimmten Berichtsperiode angefallenen und entsprechend dokumentierten Kosten eines Projektpartners. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden in einen Prüfbericht zusammengefasst. Dieser stellt unter anderem die Grundlage für den Zahlungsantrag und die spätere Auszahlung der EU-Fördermittel dar.

 

Prüfpfad

Ist ein Verfahren in dem sichergestellt werden soll, dass Belege und die dazugehörige Dokumentation nachvollziehbar und ordnungsgemäß geprüft wurden.

 

Publizität – Kapitalisierung von Ergebnissen

Die Programme haben genaue Vorgaben betreffend der Publizitätserfordernisse und der Weiterverwertung der Ergebnisse eines Projektes. Diese sind in den jeweiligen Handbüchern für Antragssteller/innen bzw. Begünstigte niedergeschrieben. Allgemein gilt: Über die unmittelbare Veröffentlichung von Ergebnissen hinaus sollen diese für Zielgruppen verwendbar sein. Siehe auch Öffentlichkeitsarbeit.


Regionale Koordinierungsstelle / Regional Coordinator

Ist die erste Anlaufstelle für Projektpartner und Programminteressierte in den Programmregionen. Sie stehen Projektantragsstellern vor der Einreichung des Antrags und während der gesamten Projektumsetzung als Ansprechpartner für technische und inhaltliche Fragen zur Verfügung. Zusätzlich halten sie engen und regelmäßigen Kontakt zu den anderen regionalen Stellen sowie zu den Programmbehörden (VB, GS).

 

Reisekosten

Dokumentation: Reisekostenabrechnung je ProjektmitarbeiterIn inkl. aller notwendiger Belege (Tickets, Boardingpass, Rechnungen, etc. ); Nachweis über die Durchführung der Reise (Einladung, Teilnehmerliste, Dokumentation über Veranstaltung, etc.); Erläuterung des Projektzusammenhanges ; Darstellung der Berechnungen (z. B Kilometergeld oder Diätenberechnung); Bei Verrechnung des Kilometergeldes gilt: Auszug aus dem elektronischen Fahrtenbuch, Routenplaner, Zulassungsschein 
Allgemein gilt: Taxi nur in Ausnahmenfällen und dann begründet. Auch bei den Hotelrechnungen wird die Preisangemessenheit hinterfragt. Diäten sind förderfähig. Zum Teil sind sie nach oben limitiert. Es gilt stets zu überlegen, ob sich der Dokumentationsaufwand für Diäten aufgrund der geringen rückerstattungsfähigen Kosten rentiert.  

 

Second-Level-Control siehe Prüfbehörde

 

Skonto

Nicht ausgenützte Skonti sind nicht förderfähig. Haben Sie bei der Bezahlung den Skonto nicht abgezogen, kann dieser Teil der Rechnung nicht zur Refundierung aus dem EFRE eingereicht werden.

 

Strategischer Partner

Sind Partner, die sich an der Projektumsetzung (zumindest partiell) beteiligen aber über kein aus dem Förderprogramm finanziertes Budget verfügen. Ihre Aktivitäten werden auf eigene Kosten ausgeübt. Strategische Partner “unterstützen” das Projekt beispielsweise durch ihre Expertise, territoriale Zuständigkeit oder durch ihren Zugang zu Daten und Know-How.

 

Stundenlisten - Timesheets

Diese dienen der Berechnung der Personalkosten und sind eine Aufstellung der Anzahl der Stunden, die der betreffende Mitarbeiter im betreffenden Monat geleistet hat. Anhand des Stundenzettels werden die für das Projekt aufgewendeten Stunden von den für die gewöhnliche Tätigkeit des Mitarbeiters aufgewendeten Stunden abgegrenzt. Die Stundenlisten sind vom Arbeitnehmer zu unterzeichnen und von seinem Vorgesetzten gegenzuzeichnen.