F bis J ...

von Finanzbericht bis Ist-Kosten


Finanzbericht

Der Finanzbericht beinhaltet alle Informationen bezüglich der finanziellen Fortschritte des Projekts und ist Teil des Projektfortschrittsberichts.

 

Finanzierung siehe Projektfinanzierung

 

Finanzplan des Programms

Der Finanzplan bestimmt die finanzielle Dotierung der einzelnen Förderprogramme und ist im jeweiligen Kooperationsprogramm festgelegt.

 

Förderfähigkeit

Der Begriff Förderfähigkeit bezeichnet die Tatsache, dass für eine Ausgabe eine Refundierung aus dem EFRE erfolgen kann. Eine Ausgabe ist förderfähig, wenn diese den gemeinschaftlichen Bestimmungen, den auf Programmebene festgelegten Förderfähigkeitsregeln und in bestimmten Fällen den einzelstaatlichen Bestimmungen entspricht.

 

Förderfähigkeitsregeln

Bei diesen handelt es sich um im Rahmen der Programme festgelegte Regeln, die den ProjektpartnerInnen als Richtschnur für die Ausgestaltung und Umsetzung ihrer Projekte (Budget) dienen. Die Einhaltung der Förderfähigkeitsregeln ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Inanspruchnahme einer Förderung aus dem EFRE.

 

Fördersatz / Förderquote

In den grenzüberschreitenden Programmen wurde die maximale Förderquote zur Refundierung aus dem EFRE mit 85 % festgelegt.

 

Fördervertrag

Eine verbindliche Vereinbarung zwischen der Verwaltungsbehörde des Programms und dem Leadpartner, in dem die Rahmenbedingungen zur Umsetzung des Projektes und die Höhe der dafür bereitgestellten EU-Fördermittel festgehalten werden.

 

First Level Control = EU-Finanzkontrollstelle Wien

Die FLC prüft und zertifiziert die eingereichten Projektabrechnungen (Belegsaufstellung, Belege, Dokumentation zu einzelnen Belegen, etc.) der Partner. Die Ergebnisse der Prüfung werden anschließend in einem Prüfbericht zusammengefasst. Dieser gilt als Grundlage für die spätere Auszahlung der EFRE Fördermittel.


Gemeinsames Sekretariat - GS

Das Gemeinsame Sekretariat unterstützt administrativ die Verwaltungsbehörde und den Begleitausschuss (ggf. die Prüfbehörde). Zusätzlich steht es auch den potentiellen Begünstigten beratend zur Seite.
Es erarbeitet standardisierte Formulare sowie Vorlagen für die programmbezogenen Verträge und andere Dokumente. Es organisiert und koordiniert die Begleitausschusssitzungen und ist für die Erstellung und Umsetzung des Kommunikationsplanes sowie die Bewertung der eingereichten Projektanträge zuständig. Weitere verwaltungstechnische Zuständigkeiten betreffen z.B. das Berichtswesen und die Inhalte des INTERREG-Fördervertrages, die Prüfung der Zahlungsanträge und der Projektfortschrittsberichte der Lead Partner, welche dann für die Auszahlung durch die Bescheinigungsbehörde freigegeben werden.Der Sitz der GS ist im SK-AT Programm in Bratislava und Wien, im AT-CZ-Programm in St. Pölten und Brünn und im AT-HU-Programm in Sopron.

 

Gemeinkosten

Gemeinkosten sind jene Kosten, die in der Kostenrechnung einem bestimmten Projekt nicht direkt zugeordnet werden können (z.B.: Miete, Energie, Buchhaltung). Gemeinkosten können mit einer Pauschale in der Höhe von 15 % der förderfähigen Personalkosten geltend gemacht werden.

 

Genehmigung / Projektauswahl

Die eingereichten Projektanträge werden durch das zuständige Gemeinsame Sekretariat (GS) des Programms auf Förderfähigkeit und Programmrelevanz geprüft. Die inhaltliche Evaluierung wird in den drei Programmen unterschiedlich durchgeführt: im SK-AT und AT-HU Programm durch das GS, im AT-CZ Programm mit Unterstützung  externer Experten. Die Entscheidung, ob das Projekt gefördert werden kann, trifft schließlich der Begleitausschuss, der sich aus nationalen und regionalen Vertretern der beiden Staaten zusammensetzt. Siehe auch Begleitausschuss.

 

Gesamtkostenprinzip

Im Gegensatz zur letzten Förderperiode (2007-2013) können in der laufenden Förderperiode (2014-2020) EFRE-Fördermittel sowohl durch nationale öffentliche Mittel oder/und über private Eigenmittel kofinanziert werden.

 

Grundsatz der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit

Grundsätzlich müssen sich alle im Rahmen eines Projekts getätigten Ausgaben in einem angemessenen Verhältnis zu den definierten Projektzielen und Projektaktivitäten bewegen und damit dem Grundsatz der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit  genügen. Die Programme sind laut Finanzverordnung zur sparsamen Haushaltswirtschaft angehalten. Bei Aufträgen ab € 5.000 Auftragswert exkl. Steuern und Abgaben müssen von mindestens drei vom Auftraggeber unabhängigen Lieferanten Preisangebote eingeholt werden. Unter dieser Grenze muss der Grundsatz der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit  - wenn gefordert - dokumentiert werden. Näheres dazu auch in den Förderfähigkeitsregeln der Programme.

 

Handbuch für Antragsteller/innen

Richtet sich an potenzielle Antragsteller/innen und umfasst alle wesentlichen Informationen über Projektentwicklung und Projekteinreichung. Es empfiehlt sich daher, im Vorfeld der Einreichung eines Projektantrages, das gesamte Dokument sorgfältig zu lesen.

 

Handbuch für Begünstigte

Dieses richtet sich an alle Projektträger/-innen, deren Projekt bereits im Begleitausschuss genehmigt wurde. Es bietet Hilfestellung für die gesamte Projektimplementierungsphase und für alle damit verbundene Fragen bzw. Herausforderungen.

 

Indikatoren

Diese dienen der Messung des Beitrags, welchen das genehmigte und umgesetzte Projekt zu jenen Zielvorgaben leistet, die im jeweiligen Förderprogramm festgelegt sind. In den INTERREG-Programmen sind Ergebnisindikatoren für die einzelnen Investitionsprioritäten und für die spezifischen Ziele festgelegt.


INTERACT

Ist ein Programm der Europäischen Kommission, das alle 79 INTERREG-Kooperationsprogramme (bilaterale, interregionale und transnationale mit 10,2 Mrd. EUR EFRE) in ihrer Umsetzung unterstützt. Beratung und Hilfestellung für Programmbehörden wird für den gesamten Programmzyklus angeboten.


Investitionspriorität

Definiert den genauen Investitionsbereich einer Prioritätsachse und verfolgt die Umsetzung spezifischer Ziele.

 

Ist-Kosten

Das sind jene relevanten Ausgaben, die im Rahmen eines Projektvorhabens tatsächlich entstanden sind und deren Zahlungsfluss nachvollziehbar dargestellt werden kann. Diese werden im Rahmen einer Projektabrechnung entsprechend in der Belegliste einzeln aufgelistet und dokumentiert. Bei positiver Beurteilung werden sie im Nachhinein refundiert.