Verwertungsoptimierung biogener Ressourcen –

Wie trägt ein gesunder Boden zur Reduzierung der Treibhausgase bei?

Hintergrund des Projekts

Müll und Abfallbeseitigung stellen nicht nur viele Großstädte vor eine große Herausforderung, sondern bereiten besonders der Umwelt große Probleme. Durch das kontinuierliche Wachsen der Städte und die steigenden Ausgaben für Konsumgüter wird sich die Situation der immer größer werdenden Müllberge in Zukunft weiterhin zuspitzen. Um diesem Prozess gegenzusteuern, sollten die Möglichkeiten des Recyclings vollkommen ausgeschöpft und in der Öffentlichkeit propagiert werden. Die Wichtigkeit der Wiederverwertung von Ressourcen für den Menschen und die Natur können am Beispiel der Nutzung von biologischen Abfällen ersichtlich gemacht werden.

Projektinhalt

Ziel des Projekts war die Entwicklung von Konzepten zur optimalen Verwertung von biogenen Abfällen, um Pflanzennährstoffe und Kohlenstoff wieder in den natürlichen Kreislauf zu integrieren. Der gewonnene Kompost eignet sich nämlich hervorragend als Erosionsschutz und erhöht durch die gespeicherten Nährstoffe die Bodenfruchtbarkeit. Nährstoffreiche Äcker kommen wiederum der Landwirtschaft und dem Weinbau unmittelbar zugute, indem sie zu ertragreicheren Ernten beitragen. Um die Kompostanwendung zu optimieren, wurden im Rahmen des Projekts einerseits verbesserte Verfahren zur Reifegradfeststellung entwickelt, anderseits wurden Untersuchungen zur Pflanzenverträglichkeitsfeststellung und zur Kompostqualitätsverbesserung durchgeführt. Analysen von Bodenproben zeigten, dass Kompostdüngung in der Höhe von 5t/ha/Jahr ausreicht, um den Humusgehalt des Bodens zu erhalten. Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass schon bei Kompostdüngung mit 14 t/ha/Jahr eine Netto-Kohlenstoffeinlagerung auftritt. Das bedeutet, dass der Boden atmosphärischen Kohlenstoff aufnimmt, ihn speichert und dadurch gleichzeitig Treibhausgasemissionen reduziert. Da das Projektgebiet mit Wien und Györ eine naturräumliche Einheit bildet, konnten die gewonnenen Erkenntnisse auf beiden Seiten effizient genutzt und der Austausch von themenspezifischem Wissen angekurbelt werden.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit

03/2009-12/2014 (AT-HU)

Förderprogramm

ETZ Österreich-Ungarn 2007-2013

Projektbeteiligte

Bioforschung Austria (LP) (AT)

MA 48 (AT)

Bundesamt für Wasserwirtschaft (AT)

West-Ungarische Universität für Bodenkultur und Lebensmittelwissenschaft (Mosonmagyaróvár, HU)

Projektbudget der Wiener Organisationen

€ 1.234.800 davon EFRE: € 1.045.300

Weitere Links zum Projekt

Projektwebsite

http://bioforschung.at/projects/biores/