Soziale Produktion - Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Zusammenwirken von Wirtschaft, Öffentlicher Hand und Sozialbetrieben –

Was bedeutet „soziale Produktion“?

Hintergrund des Projekts

Vor dem Hintergrund eines notwendigen Systemwandels in Europas Wirtschaft findet ein Umdenkprozess in Wirtschaft und Politik statt. Regionale Wirtschaftskreisläufe statt Auslagerung nach Fernost und sinnvolle Wiederverwendung betrieblicher Rohstoffe statt Verschwendung von Ressourcen sind Themen, die aktuell sind und in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.

Projektinhalt

Durch die Zusammenarbeit von Unternehmen, öffentlichen AuftraggeberInnen und Sozialbetrieben entstand das Modell der sozialen Produktion. Kompetente regionale Teams, die im Rahmen des Projekts zu sogenannten SoPro-BeraterInnen ausgebildet wurden, führten ca. 1.200 Beratungs- und Informationsgespräche mit 1552 Betrieben und öffentlichen Einrichtungen zur sozialen Produktion durch. Es wurden knapp 300 nachhaltige Produkte entwickelt und passende Dienstleistungen vermittelt. Dazu zählen unter anderem Rosskastanienpulver als heimisches und umweltschonendes Naturwaschmittel oder Malkästen mit Erdfarben. Eine eigene Plattform "Soziale Produktion" diente dazu, die Akteurinnen und Akteure miteinander zu vernetzen und die Marke SoPro weiter zu entwickeln und zu bewerben. Ein eigens konzipiertes Gütezeichen macht jene Produkte und Dienstleistungen kenntlich, die sozialen, ökologischen, regionalen, innovativen und qualitativen Kriterien entsprechen. Eine theoriegeleitete, praxisorientierte wissenschaftliche Begleitung wurde durch die Einbindung von zum Beispiel der Wirtschaftsuniversität Wien und FH Campus Wien gewährleistet. Die Präsentation der Forschungsergebnisse und der gewonnenen Erfahrungen erfolgte auf dem 1. Internationalen SoPro-Kongress im Juni 2014 vor 200 TeilnehmerInnen. Besonders hervorgehoben werden muss, dass im Rahmen des Projekts ca. 450 Dauer-Arbeitsplätze, überwiegend in Ungarn, für Menschen mit Behinderung geschaffen werden konnten.

Highlights

Eine Sammlung von sozial produzierten Produkten und Dienstleistungen:

http://www.sozialproduziert.at/index.php?article_id=122&clang=0

Video

Das Video erklärt, was unter sozialer Produktion zu verstehen ist:

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit

03/2012-12/2014

Förderprogramm

ETZ Österreich-Ungarn 2007-2013

Projektbeteiligte

BIENE, Verein Boden- und Bioenergienetzwerk NÖ/EU (LP) (AT)

KOMUNITAS OG (AT)

BMV Burgenländischer Müllverband (AT)

Abfallverband Radkersburg (AT)

Lebenshilfe Radkersburg (AT)

Bio Forschung Austria (AT)

Die Wiener Volkshochschulen/die umweltberatung Wien ( AT)

LEED Nonprofit Kft. (Szombathely, HU)

„Foglalkoztató“ ZalA-KAR Nonprofit Közhasznú Kft. (Pakod, HU)

Projektbudget der Wiener Organisationen

€ 160.000 davon EFRE: € 136.000

Weitere Links zum Projekt

Projektwebsite

http://www.sozialproduziert.at/index.php?article_id=20&clang=0