Flüsse als Hauptpfade der Plastikverschmutzung in Meeren –
Makro-Kunststoffabfälle in und entlang der Donau

Hintergrund des Projekts

Kunststoffabfall in marinen Ökosystemen ist in den letzten Jahrzehnten zu einem ernst zu nehmenden Umweltproblem heran gewachsen. Dies gilt auf regionaler wie auch auf globaler Ebene. Bekannt ist, dass große Mengen der verunreinigenden Plastikteile über Flüsse in Meeresgewässer gelangen. Details zu den Quellen, den Wegen sowie den Umweltauswirkungen sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Projektinhalt

Das Projekt PlasticFreeDanube fokussiert daher auf Makro-Kunststoffverschmutzungen (> 5 mm) in und entlang der Donau. Ziel des Projekts ist einerseits die Etablierung eines fundierten Wissensstands zu Kunststoffverschmutzungen. Andererseits sollen standardisierte Methoden zur Einschätzung von Eintragsquellen, Quantitäten, Transportverhalten und Umweltgefahren festgelegt werden. Ein klares Kernziel des Projekts ist schließlich eine Bewusstseinssteigerung bei allen involvierten Stakeholdern, um die Menge an Plastikabfällen in der Donau  nachhaltig zu reduzieren.

Das Projektgebiet umfasst das Gebiet der Donau und ihrer Uferbereiche von den Ballungsräumen Wien und Bratislava bis zum Kraftwerk Gabčíkovo (Slowakei). Daten über Ursprung und Mengen des Plastiks, das in die Donau gelangt, werden aus bereits existierenden Daten und Feldforschung (Vor-Ort Abfallsammlungen und Sortierungen) generiert und darauffolgend in einer Materialflussanalyse zusammengefasst. Zusätzlich werden die Eigenschaften und die Zusammensetzung des Kunststoffabfalls in der Donau qualitativ bewertet, ebenso wie Umweltgefahren durch den Plastikzerfall im Wasser.

Aufbauend auf den Forschungsergebnissen werden Maßnahmen zur Bewältigung der Problematik entwickelt und in Form von Pilotmaßnahmen erprobt. Auf der Wiener Donauinsel soll in diesem Sinne beispielsweise die Abfallsammlung künftig vermehrt getrennt passieren. Informationstafeln sollen helfen, die Bevölkerung zum sorgsamen Umgang mit Abfällen zu motivieren. Zusätzlich werden weitere Abfallbehälter installiert. Ein gemeinsam erarbeiteter Aktionsplan soll schließlich den Umgang mit Makro-Kunststoffverschmutzungen in der Donau langfristig und arbeitsteilig ins Auge fassen.



Laufzeit

10/2017-09/2020

Förderprogramm

Interreg V-A Slowakei-Österreich 2014-2020

Projektbeteiligte

Universität für Bodenkultur Wien – Department für Wasser-Atmosphäre-Umwelt (LP) (AT)

via donau – Österreichische Wasserstrassen Gesellschaft mbH (AT)

RepaNet, o.z (SK)

Nationalpark Donau-Auen GmbH (AT)

Polymer Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften (SK)

Projektbudget der Wiener Organisationen

€731.600 davon EFRE: 621.900


Weitere Links zum Projekt


Projekt auf der Website der viadonau