Innovation der Technologien bei Kompostierung, Kompostanwendung und Bodenschutz –

Wie kann die Kompostqualität gesteigert werden?

Hintergrund des Projekts

Der Zustand von Böden und der Wasserhaushalt haben sich in Österreich und Tschechien durch die Klimaänderung verschlechtert. In den tschechischen Betrieben wird auch Bodenverdichtung und der Verlust an organischer Substanz beobachtet, was die Wasseraufnahme und – speicherfähigkeit der Böden reduziert. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Erhöhung der organischen Bodensubstanz den Wasserhaushalt des Bodens positive beeinflusst. Dies kann mit Kompost leicht erreicht werden. Wesentlich ist die organische Bindung der Nährstoffe im Kompost. Dadurch lösen sich die Nährstoffe nicht leicht im Bodenwasser, sind aber für Pflanzen verfügbar. Erst unter diesen Bedingungen trägt die Kompostanwendung zur Verbesserung der Bodenfunktionen bei.

Projektinhalt

Eine innovative Technologie, die eine gleichbleibende Kompostqualität sichert, soll im Rahmen des Projekts entwickelt werden. Diese Technologie ermöglicht es, organische Substanzen, Phosphor und Stickstoff aus den organischen Abfällen wiederzuverwerten. Die Grundlage der Innovation ist die neue Methodik der objektiven Beurteilung der Kompostqualität und Kompostreife. Sie erleichtert dem Hersteller das Erreichen guter Qualität, sodass die Ansprüche der AnwenderInnen besser erfüllt werden können und somit mehr Kompost zur Bodenverbesserung eingesetzt wird.

Eine Kooperation zwischen Österreich und Tschechien ist auf diesem Gebiet essentiell, da die Stärken der beteiligten Organisationen auf unterschiedlichen Gebieten liegen. Die Österreicher verfügen u.a. über das Wissen betreffend Bestimmung vom Kompostqualität und Kompostreife. Dafür haben die tschechischen Projektpartner die Fachexpertise zur Messung der Summe des Stickstoffaustrags aus Böden ins Grundwasser mittels neuer Ion Exchange Resin (IER) Technologie.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit 09/2016-08/2019
Förderprogramm Interreg V-A Österreich-Tschechien 2014-2020
Projektbeteiligte

Bio Forschung Austria (AT)

Bundesamt für Wasserwirtschaft, Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt (AT)

Landwirtschaftliche und ökologische Regionalagentur –Zera (Leadpartner) (Náměšt nad Oslavou, CZ)

Mendeluniversität in Brno (CZ)

Projektbudget der Wiener Organisationen € 378.600 (davon EFRE: € 321.800)