Auf den Spuren von Josef Hoffmann – Designinnovationen von der Moderne um 1900 zur digitalen Moderne

Hintergrund des Projekts

Das MAK- Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst und die Mährische Galerie in Brünn beschäftigten sich bereits seit Jahren mit der zentraleuropäischen Moderne und dem Kulturerbe, das aus dieser wichtigen kulturgeschichtlichen Periode (1890 bis 1938) erhalten geblieben ist. Das „Josef Hoffmann Museum“ ist eine gemeinsame Expositur dieser Zeit und wird von den beiden Organisationen in der Stadt Brtnice geführt. Es war das Elternhaus von Josef Hoffmann und diente ihm als Exerzierfeld seiner Gestaltungsideen. Seine Design- und Architekturentwürfe hatten maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der zentraleuropäischen Moderne.

Projektinhalt

Im Gegensatz zum Vorgängerprojekt „Spuren“ sollen in diesem Projekt grenzübergreifend das Kulturerbe der historischen Moderne des vergangenen Jahrhunderts mit dem Umbruch zur „Digitalen Moderne“ der Gegenwart in Beziehung gebracht werden.

Nach dem Vorbild der Wiener Moderne erarbeiten KünstlerInnen aus der Grenzregion in so genannten Design-Camps u.a. neue Produkte. Diese werden dann mittels traditioneller Handwerkskunst als reale Modelle dargestellt oder mit Hilfe von digitalen Technologien als digitale Modelle visualisiert. Ausgewählte Konzepte werden dann in Innovationsworkshops der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein neues Präsentationsformat „Handwerk Lab“ zeigt je eine aktuelle Werkschau führender (Kunst-)Handwerksbetriebe und Werkstätten aus Tschechien und Österreich in Wien und Brno. Unabhängig davon geben drei attraktive Saisonausstellungen mit dem Schwerpunkt Josef Hoffmann und Begleitprogramme im Projekt Anlass, die Museen und die Sammlungen zu besuchen.

In der Mährischen Galerie finden Umbauarbeiten statt, damit das Museum der Öffentlichkeit bestmöglich zugänglich gemacht werden kann. Im Josef Hoffmann Haus in Brtnice kommt es zur Umgestaltung des Gartens in einen attraktiven öffentlichen Raum. Diese baulichen Maßnahmen sollen dazu beitragen, nicht nur BesucherInnen aus der österreichisch-tschechischen Grenzregion zu gewinnen, sondern das kulturelle Erbe auch für TouristInnen außerhalb des Projektgebiets sehenswert zu machen.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit 01/2017-12/2019
Förderprogramm Interreg V-A Österreich-Tschechische Republik 2014-2020
Projektbeteiligte

MAK- Österreichisches Museum für angewandte Kunst (Leadpartner) (AT)

Mährische Gallerie in Brno (CZ)

Stadt Brtnice (CZ)

Projektbudget der Wiener Organisationen € 762.100 davon EFRE: € 647.700

Weitere Infos zum Projekt

Projektwebsite: 

https://www.at-cz.eu/bilaterale-designnetzwerke