Wasserverluste durch lecke Rohrverbindungen –

Wie schafft es ein ferngesteuerter Roboter den Verlust von frischem Trinkwasser zu reduzieren?

Hintergrund des Projekts

Die über 100 Jahre alten Rohre des Frischwasserversorgungssystems von Wien haben eine Länge von 3000 Kilometer, jene von Bratislava 2800 Kilometer. Es wurde festgestellt, dass es in beiden Versorgungssystemen einen nicht unerheblichen Anteil an Wasserverlusten gibt, d.h. das kostbare Gut geht im Rohrleitungssystem der Städte verloren. Bis zu einem gewissen Grad sind Wasserverluste unvermeidbar. Ursachen sind zum Beispiel vom Verkehr verursachte Erschütterungen sowie jahreszeitlich bedingte Temperaturschwankungen. Betroffen von diesen Einflüssen sind vor allem Rohrmuffen - hier treten Wasserverluste am häufigsten auf. Der beste und kostengünstigste Weg der Rohrmuffensanierung ist die Abdichtung von innen. Dadurch sind deutlich weniger teure und verkehrsbehindernde Grabungsarbeiten erforderlich.

Projektinhalt

Ziel von DeWaLoP war es, die alten Rohre des Frischwasserversorgungssystems von Wien und Bratislava zu sanieren, ohne dass die betroffenen Straßenabschnitte aufgegraben werden mussten. Die Technische Universität Wien entwickelte hierfür einen Roboter, der in die Wasserkanäle von ca. einem Meter Durchmesser kriecht und die Rohre repariert. Der Roboter besteht zum einen aus einer mobilen Plattform, einem Fahrzeug, das imstande ist, sich in den Rohrleitungen zu bewegen, zum anderen verfügt der Roboter über eine eigene Fernbedienung, mit der seine Bewegungen überwacht und gesteuert werden können. Außerdem verfügt der Roboter über ein Reinigungs- und Abdichtsystem, das Korrosion von den Rohrmuffen entfernt und diese abdichtet. Zur Ausbesserung der lecken Stellen wurde eine neuartige, trinkwassergeeignete Dichtungsmasse entwickelt. Zusätzlich wurde ein Zonenüberwachungssystem und ein Früherkennungssystem zum Auffinden von Wasserverluststellen entwickelt, um Rohrleitungsschäden bereits im Ansatz zu verhindern. 

Highlights

Das Projekt Dewalop wird ab Minute 7:30 vorgestellt.

Laufzeit 02/2010-06/2014
Förderprogramm ETZ Slowakei-Österreich 2007-2013
Projektbeteiligte

Stadt Wien, MA 31 (AT)

ACIN - Technische Universität Wien - Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik (AT)

IMST - Technische Universität Wien - Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie (AT)

WLV NB - Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland (AT)

Bratislava Water Company, Inc. (SK)

STU-Slowakische Technische Universität (Bratislava, SK)

Projektbudget der Wiener Organisationen € 1.074.300 (davon EFRE: € 913.200)

Weitere Links zum Projekt

Projektwebsite

http://www.dewalop.eu/