Aktives Altern (nicht nur) im Schneebergland –

Wie können Seniorinnen und Senioren in ihrer Selbständigkeit unterstützt werden?

Hintergrund des Projekts

Die Kleinregionen Schneebergland und Keszthely und Umgebung sind ländlich geprägte, touristische Regionen. Sie sind mit ähnlichen Problemen konfrontiert, hervorgerufen durch demografischen Änderungen: eine alternde Gesellschaft und die Abwanderung der jüngeren Bevölkerung in städtische Ballungsgebiete. Das Aufbrechen alter Familienstrukturen, neue Lebensformen und schrumpfende Gemeindefinanzen erfordern neue Maßnahmen zur Stärkung der Solidarität zwischen Alt und Jung. Obwohl Wien von der Abwanderung junger Menschen nicht betroffen ist, hat auch die Hauptstadt mit Herausforderungen in Zusammenhang mit der älter werdenden Bevölkerung zu kämpfen.

Projektinhalt

In der Region Schneebergland im südöstlichen Niederösterreich wurden ausgehend von demografischen Veränderungsprozessen Handlungsfelder und Maßnahmen überlegt, wie auf die Herausforderungen des Alterungsprozesses reagiert werden kann. Als Grundlage der Entwicklung von Strategien und Projekten dienten unter anderem Erhebungen des Instituts für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien. Mittels Fragebögen wurde die Bevölkerung der beiden Regionen befragt, wie sich ihre derzeitige Situation darstellt und welche Zukunftspläne sie in Bezug aufs Altwerden haben. In einem nächsten Schritt wurden mittels Regionalanalyse die Nahversorgungseinrichtungen (Greißler, Supermärkte, Ärzte und öffentliche Verkehrsanschlüsse) und die barrierefreie Zugänglichkeit des öffentlichen Raums erhoben. Anhand der Daten wurden mehrere Maßnahmen gesetzt, um die Selbständigkeit der alternden Menschen so lange wie möglich zu erhalten. Eine davon war die Initiierung einer Nachbarschaftshilfe für Ältere, um ein möglichst langes eigenständiges Verbleiben im eigenen Haus zu ermöglichen. Auch regionale SeniorInnentreffs und Weiterbildungen zu Themen wie z.B. gesunde Lebensweise wurden organisiert. Es fanden auch generationsverbindende Maßnahmen, wie die Gestaltung eines Generationengartens, gemeinsame Feste und praktische Wissensweitergabe statt. Sie alle leisteten einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität und zur positiven Wahrnehmung des Alterns in der Bevölkerung. Die Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen sind auch für Städte wie Wien interessant, das auch eine steigende Zahl an älteren Menschen zu verzeichnen hat.

Highlights

Endbericht zum Thema Alt werden im Schneebergland ist via Link einzulesen:

http://www.industrieviertel.at/wp-content/uploads/2015/07/EB-aa-141107_Handlungsoptionen_de.pdf

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit 09/2012-12/2014
Förderprogramm ETZ Österreich-Ungarn 2007-2013
Projektbeteiligte

Universität Wien, Institut für Geographie & Regionalforschung (AT)

Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement (LP)

Balatoni lntegracis Közhasznu Nonprofit Kft. -Entwicklungsrat des Balaton (Siófok, HU)

Keszthely es Környeke Klstersegi Többcelu Tarsultls (HU)

Keszthely Varos Önkormanyzata  Egyesitett Szocialis lntezmenye (Keszthely, HU)

Valcum-Nyugat-Balaton Fejlesztesi Ogynökseg Nonprofit Kft. (HU)

Projektbudget der Wiener Organisationen € 30.000 davon EFRE: € 25.500

Weitere Infos zum Projekt

Diverse Studien zum Thema Aktives Altern sind unter folgendem Link zu finden:

http://www.industrieviertel.at/projekte/active-ageing/projekt-active-ageing-endet-erfolgreich-mit-nachhaltigen-produkten/