Brückenerhaltung –
ganzheitliche Bewertungsmethoden für Brückensysteme

Hintergrund des Projekts

Das Straßennetz in der Region Wien, NÖ und Mähren steht vor großen Herausforderungen: alternde Bausubstanz, steigende Verkehrslasten, Auswirkungen des Klimawandels, neue Qualitätsanforderungen und ein begrenztes Budget für die Straßeninfrastruktur. Um ein zuverlässiges Straßennetz aufrechtzuerhalten, müssen neue, innovative Ansätze verfolgt werden. Insbesondere gilt dies auch für Brückenbauwerke. Derzeit beruht deren Erhaltungsmanagement auf turnusmäßigen Bauwerksprüfungen. Schäden werden erst entdeckt, wenn sie offensichtlich sind. Dieses Vorgehen ist schadensbasiert und reaktiv. Schäden und Probleme des Bauwerks kündigen sich jedoch oftmals bereits im Inneren der an. Die Brücken der Zukunft sollten in der Lage sein, bereits zu einem früheren Zeitpunkt und ergänzend zu den Bauwerksprüfungen eine Auskunft über ihren Zustand und dessen Entwicklung zu geben.

Projektinhalt

Ziel des Projektes "SAFEBRIDGE" ist es, vertiefte numerische zuverlässigkeitsorientierte Bewertungsmethoden für Brückensystemen zu konzipieren und einer größeren Anzahl von Ingenieurbüros als auch den Betreibern von Infrastrukturen in der Region Wien, Niederösterreich und Mähren zugänglich zu machen. Die vertieften numerischen zuverlässigkeitsorientierten Bewertungsmethoden dienen zur Bereitstellung relevanter Informationen und zur ganzheitlichen Bewertung von Brückensystemen und haben einen signifikanten Effekt auf den effizienten und zielgerichteten Einsatz des begrenzten Budgets in der Brückenerhaltung.

Die Kernoutputs des Projektes für die Infrastrukturbetreiber (InfB.) und Ingenieursgemeinschaft (IngG.) der Region Wien, NÖ und Mähren sind (a) die Schaffung der Zugänglichkeit zu den vertieften numerischen statistischen Bausteinen und zuverlässigkeitsorientierten Bewertungsmethoden für die ganzheitliche Bewertung von Brückensystemen, (b) die Schaffung einer Guideline für die risikoreduzierte Anwendung der vertieften Verfahren, und (c) die Entwicklung eines nachhaltigen Schulungsprogrammes. Diese drei Ansätze sind bis dato in keinem der Europäischen Länder und weltweit für die IngG. und InfB. aufbereitet worden und sind daher als hoch innovativ einzustufen. 

An zehn ausgewählten Brückenobjekten aus der Region Wien, NÖ und Mähren werden die vertieften numerischen zuverlässigkeitsorientierten Bewertungsmethoden erarbeitet und vorgestellt und in Folge in eine Guideline übergeführt. Regelmäßige Meetings dienen dem Know-How Transfer der Kalibrierung des Pilotschulungsprogramms auf Basis der zehn gewählten Fallstudien. Das Schulungsprogramm an den Universitäten ist nach dem Projekt der Ingenieurgemeinschaft und KMUs zugänglich.

Highlights

Das Safebridge-Projekt kann bereits ein erstes Ergebnis liefern: es handelt sich um einen Bericht über die Auswahl der Brücken auf österreichischer Seite mit Informationen zu den Fallstudien. Anhand von Fotos, Skizzen und Plänne gewinnnt man einen ersten Einblick in das Projekt. Den Bericht gibt es auch auf Englisch.


Die wissenschaftliche Bedeutung des Projekts für die Sicherheit von Brücken ist unbestritten. Davon zeugen zahlreiche wissenschaftliche Artikel, die im Rahmen des Projekts verfasst wurden:


Laufzeit

09/2018-08/2021

Förderprogramm

Interreg Österreich-Tschechien 2014-2020

Projektbeteiligte

Universität für Bodenkultur Wien (Leadpartner) (AT)

Technische Universität Brno (CZ)

Projektbudget der Wiener Organisationen

€ 489.900 davon EFRE: € 416.400


Projektwebsite: