Schaffung von Synergien im Bereich der Forschungsinfrastruktur zur Innovationsförderung in der Grenzregion Österreich-Tschechische Republik 

Hintergrund des Projekts

Life Sciences und der Bio/Nanotech-Sektor sind zunehmend auf Unterstützung durch Forschungsinfrastrukturen mit spezieller Geräteausstattung und höchst qualifizierten Spezialisten angewiesen. Analysen im Vorfeld des Projekts haben ergeben, dass viele Forschungseinrichtungen kaum darüber Bescheid wissen, wo bestimmte Forschungsgeräte in der österreichisch-tschechischen Grenzregion angesiedelt sind. Außerdem scheint es an dem Bewusstsein zu fehlen, dass bestimmte Forschungsapparate, die in Wien nicht vorhanden sind, womöglich in Brno stehen und auch dort genutzt werden könnten. Besonders Forschungseinrichtungen aus weniger urbanisierten Gebieten haben einen Wettbewerbsnachteil, wenn sie nicht auf die beiderseits der Grenze vorhandene Forschungsinfrastruktur zurückgreifen.

Projektinhalt

Die Vienna Biocenter Core Facilities GmbH in Wien und das Mitteleuropäisches Technologieinstitut der Masaryk Universität in Brno sind die zwei wichtigsten Zentren der österreichisch-tschechischen Grenzregion, die biomedizinische und technische Forschungsgeräte betreiben und der Forschung zur Verfügung stellen. Beide haben erkannt, dass die Bereitstellung von medizinischen und technischen Geräten sowohl für österreichische als auch für tschechische WissenschaftlerInnen einen Mehrwert darstellt.

Die ForscherInnen bekommen durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine viel größere Bandbreite an Technologien geboten. Auch KMUs aus der österreichisch-tschechischen Programmregion erhalten Zugang zur Forschungsinfrastruktur mit dem Zusatznutzen, dass das Forschungs- und Innovationspotenzial in der Region gesteigert wird. Bio- und Nanotech Firmen, die ihren Sitz in Regionen mit wenig Forschungsinfrastruktur haben, profitieren somit besonders von dem Projekt.

Durch Schulungen und Personalaustausch zwischen den teilnehmenden Organisationen, innovative Forschungsprojekte, Workshops und „Open Access“-Programme soll das Service in Forscherkreisen bekannt gemacht werden.

Was ist bereits passiert?

Am 14. November 2016 fand das Kick-off Meeting des Projekts statt, an dem die Projektpartner, die strategischen Partner und geladene Gäste teilnahmen. Das Ziel des Treffens war es, ein detailliertes Wissen über den gesamten Projektzeitplan zu bekommen und die Aktivitäten zu planen. Die Bedeutung des Projekts wurde u.a. durch die Teilnahme des tschechischen Botschafters in Österreich und eines Repräsentanten des BMWFW hervorgehoben. In der Zwischenzeit fanden die ersten Personalaustausche von österreichischen und tschechischen WissenschafterInnen beim jeweiligen Projektpartner im Nachbarland zum gegenseitigen Wissensaustausch statt. Von 17 Pilotprojekten haben bereits 14 begonnen und sind in vollem Gange. Die restlichen drei Pilotprojekte starten im April 2017.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit 09/2016-08/2019
Förderprogramm Interreg V-A Österreich-Tschechien 2014-2020
Projektbeteiligte

Vienna Biocenter Core Facilities GmbH (Leadpartner) (AT)

Institute of Science and Technology Austria (AT)

Masaryk Universität- Mitteleuropäisches Technologieinstitut (Brno, CZ)

Technische Hochschule in Brno – Mitteleuropäisches Technologieinstitut (CZ)

Universitätsklinik der Heiligen Anna in Brno (CZ)

Projektbudget der Wiener Organisationen € 849.000 davon EFRE: € 721.600

Weitere Infos zum Projekt

Projektwebsite: 

https://www.at-cz.eu/riat_cz