Historische Steindenkmäler aus Leithakalk –

Erforschung neuer Methoden zur Konservierung von Kunstobjekten gemäß der heutigen Standards

Hintergrund des Projekts

Die Konservierung von historischen Kunstwerken aus Stein erlaubt trotz vielfältiger Entwicklungsarbeit der letzten Jahre keine nachhaltig wirksame Erhaltungsstrategie . Zu den Problemmaterialien zählen unter anderem die Leithakalke. Dabei handelt es sich um eine Gruppe poröser Kalkarenite, die nach dem Hauptvorkommen im Leithagebirge benannt, in grenznahen Regionen abgebaut, gehandelt und bearbeitet wurden. Viele der wertvollsten Skulpturen in Ostösterreich und Südmähren von der Römerzeit bis ins 20. Jahrhundert wurden aus Leithakalk gefertigt. Ohne fachgerechte Konservierung kann der Bestand auf längere Sicht jedoch nicht gewährleistet werden.

Projektinhalt

Das Forschungsprojekt konzentrierte sich auf die Prüfung und Einführung neuer Technologien für eine nachhaltige Erhaltung historischer Steindenkmäler aus Leithakalken. Konsolidierungsmittel auf Basis von Kieselsäureestern, die bislang für die Erhaltung von historischen Kalksteinobjekten verwendet wurden, entsprachen nicht vollständig den heutigen Anforderungen an nachhaltiger Langzeitpflege. Aus diesem Grund wurden im Rahmen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit alternative Technologien zur Konservierung auf Basis von Calciumhydroxid-Nanosuspensionen getestet. Zu den Testobjekten in Österreich gehörte der Grabstein von Josef Engelein am St. Marx-Friedhof in Wien. In Tschechien wurden Versuche an der Floriansfigur der Gemeinde Vraténín, dem Baldachintorso vom Schloss Lednice, dem Kreuz mit Christusfigur von Šitbořice und der Vase von Valtice durchgeführt. Darüber hinaus konnten die Fachkenntnisse von wissenschaftlich und praktisch tätigem Fachpersonal verbessert werden. Ein besonderer Mehrwert ist, dass mit Hilfe des Projekts die restauratorischen und denkmalpflegerischen Vorgehensweisen in Tschechien und Österreich vereinheitlicht werden konnten.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit

04/2013-12/2014

Förderprogramm

ETZ Österreich-Tschechien 2007-2013

Projektbeteiligte

Universität für angewandte Kunst (AT)

 

Institut für theoretische und angewandte Mechanik der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, Centrum von Exzellenz in Telč (Leadpartner) (CZ)

 

Universität Pardubice, Fakultät für Restaurierung (CZ)

Projektbudget der Wiener Organisationen

€ 40.500 davon EFRE: € 34.400

Weitere Links zum Projekt

Projektwebsite

http://www.nanolithproject.eu/de/