Grenzüberschreitende Forschung zur Entwicklung von therapeutischen Methoden zur Wiederherstellung von funktionsgestörten Zellen, Geweben und Organen

Hintergrund des Projekts

Bei der Regenerativen Medizin handelt es sich um ein relativ neues Feld der Biomedizin. Sie befasst sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe und Organe. Diese können sowohl biologisch ersetzt werden wie z.B. mit Hilfe gezüchteter Gewebe, als auch neu produziert werden, indem der Körper zu körpereignen Regenerations- und Reparaturprozessen angeregt wird.

Die Forschungsinstitute im Bereich der MechanoBiologie in der Regenerativen Medizin in der österreichisch-tschechischen Grenzregion arbeiten zwar auf höchstem Niveau,  deren Anzahl ist leider nach wie vor sehr gering. Nur ein grenzüberschreitender Zusammenschluss einander ergänzender Forschungseinrichtungen, wo sowohl F&I Infrastruktur als auch deren hoch qualifizierte MitarbeiterInnen optimal eingesetzt werden, ermöglicht die Lösung komplexer Probleme in diesem Bereich der Medizin. 

Projektinhalt

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Gründung des Kompetenzzentrums MechanoBiologie, um bestehende Synergien zu nutzen und eine klare Verbesserung der Forschungsaktivitäten und Erfolge durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu bewirken. Neu an diesem Projektansatz ist der Bezug zur MechanoBiologie (Effekte von Blutfluss, Knorpel und Knochenbelastung, Stoßwellentherapie), einem sehr innovativen Gebiet der Regenerativen Medizin, wo therapeutische Methoden entwickelt werden, um teure pharmakologische Langzeit-Therapien oder multiple chirurgische Eingriffe zu ersetzen. Das Projekt verfolgt die Strategie, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen, um funktionsgestörte Zellen und Gewebe mit relativ preiswerten Methoden wiederherzustellen und damit die Therapiekosten zu senken. Ein weiteres wesentliches Ziel ist es, Methoden und Technologien gemeinsam zu nutzen, um eine effiziente Auslastung der sehr teuren Großgeräte an den unterschiedlichen Standorten zu gewährleisten. Eine Kommunikations- und Wissensplattform soll dazu dienen, nicht nur Ergebnisse, sondern auch Probenvorbereitungen, Methoden und Routinen, Datensätze und Datenanalyse-Software miteinander zu teilen. Neben wissenschaftlichen Publikationen werden die Forschungsergebnisse im Rahmen von Seminaren, Konferenzen und Kongressen disseminiert und bei einer Abschlusskonferenz auch einer breiteren Öffentlichkeit zugängig gemacht.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit 03/2017-02/2020
Förderprogramm Interreg V-A Österreich-Tschechische Republik 2014-2020
Projektbeteiligte

Donau Universität Krems (Leadpartner) (AT)

Ludwig Boltzmann Gesellschaft (AT)

TU Wien (AT)

Südböhmische Universität in Budweis (CZ)

Institut für Theoret. Und Angewandte Mechanik der Tschech. Akademie der Wissenschaften (CZ)

St. Annas Universitätsspital in Brno (CZ)

Projektbudget der Wiener Organisationen € 734.700 davon EFRE: € 624.500