Grenzüberschreitende Forschung zur Interoperabilität heterogener Funksysteme –
Wie können Funksysteme wirtschaftlicher genutzt werden?

Hintergrund des Projekts

Prognosen besagen einen steten Anstieg von mobilen, drahtlosen Geräten in den kommenden Jahren. Parallel dazu gewinnen netzbasierte Technologien wie„Internet of Things“ Anwendungen und „Industry 4.0“ Applikationen zusehends an Bedeutung. Auch die Anforderungen der NutzerInnen an die Datenübertragungsrate steigen beständig. Dies bedeutet eine wachsende Zugriffsrate auf bestimmte Übertragungskanäle bzw. Luftschnittstellen.

Funkstandards sichern zwar die Interoperabilität zwischen Herstellern für ein und dasselbe System, nicht jedoch die Interoperabilität mit anderen, heterogenen Funksystemen auf der gleichen oder benachbarten Frequenz. Durch die daraus resultierende gesteigerte und unkoordinierte Auslastung der Netze nehmen Interferenzeffekte zu, das heißt es kommt zu wechselseitigen Störungen zwischen Geräten. Dies kann zu Übertragungsfehlern und Verbindungsabbrüchen führen.

Projektinhalt

Mobile Funkübertragung gehört zu den technologischen Grundlagen der Geschäftsmodelle zahlreicher Unternehmen, auch in der österreichisch-tschechischen Grenzregion. Das Projekt InterOP widmet sich daher der Interoperabiltität, sprich der besseren Nutzbarkeit heterogener Funksysteme aus betrieblicher Sicht. Im grenzüberschreitenden InterOP-Forschungsteam werden zuerst relevante Funkszenarien definiert (z.B. Lagerhalle, Bürobereich etc.). Basierend darauf werden Messungen und Analysen durchgeführt, um Interferenzeffekte im jeweiligen Setting zu erfassen.

In einem weiteren Schritt werden Modelle entwickelt, um Störszenarien zu simulieren. Darauf aufbauend werden innovative Werkzeuge für die Planung und Testung neuer Funksysteme unter Berücksichtigung typischer Störungen erarbeitet. Zwei realitätsnahe Szenarien werden zur Validierung der Werkzeuge, der Simulationen und der Messverfahren in Kooperation mit Firmen im Rahmen von Pilotstudien getestet. Schließlich werden die erarbeiteten Werkzeuge regionalen Betrieben und MultiplikatorInnen zur Verfügung gestellt. So soll es Unternehmen ermöglicht werden, Funksysteme entsprechend ihres spezifischen Bedarfs wirtschaftlicher zu nutzen.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit

10/2017-09/2020

Förderprogramm

Interreg V-A Österreich-Tschechische Republik 2014-2020

Projektbeteiligte

Technische Universität Wien (LP) (AT)

FH OÖ Forschungs- und Entwicklungs-GmbH (AT)

Technische Universität Brünn (SK)

Projektbudget der Wiener Organisationen

€ 249.706,44 davon EFRE: € 212.250,47


Weitere Informationen zum Projekt

Projektwebsite: http://www.interreg-interop.eu/