Ausbau des Sozialnetzes entlang der Grenze –

AltenpflegerInnen und HospizbetreuerInnen sind auf beiden Seiten der Grenze Mangelware.

Hintergrund des Projekts

Viele Familien kommen einmal in die schwierige Situation entscheiden zu müssen, ob ein altes oder krankes Familienmitglied zu Hause gepflegt wird oder doch besser in einer professionellen Einrichtung aufgehoben ist. Viele fühlen sich mit der Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen überfordert, da die Pflege immer mit einer Änderung der gewohnten Lebensführung einhergeht und viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt. Aus diesem Grund ist der Bedarf an mobiler Betreuung und ländlichen Selbsthilfegruppen enorm.

Projektinhalt

Der Bezirk Oberwart im Burgenland und die Kleinregionen Zalaegerszeg und Örseg in Ungarn stehen wie vor allem andere ländliche Regionen in den Industriestaaten auch, vor großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung. Trotz der großen Nachfrage, sind die ausgebildete SozialbetreuerInnen und PflegerInnen auf beiden Seiten der Grenze Mangelware. Im Rahmen des Projekts erhielten 40 ArbeitnehmerInnen aus Ungarn und Österreich folgende Ausbildungen: 10 Personen absolvierten eine PflegerInnen-Ausbildung, 10 weitere Personen erhielten eine Gebärdensprachausbildung. 10 ArbeitnehmerInnen wurden besonders im Bereich Hospizbetreuung und Palliative Care geschult  – einem Berufszweig, den es in Ungarn bislang noch nicht gibt. Für weitere 10 Personen wurde ein Motivationstraining und Supervision organisiert, um Burnout – das in dieser Berufssparte häufig ist – vorzubeugen. Im Rahmen des Projekts wurde ein fachspezifisches Netzwerk sozialer Dienste gebildet, in dessen Fokus die Weiterentwicklung, der Wissenszuwachs und die Erreichbarkeit auf kleinregionaler Ebene standen.

Laufzeit 09/2011-12/2013
Förderprogramm ETZ Österreich-Ungarn 2007-2013
Projektbeteiligte

Berufsförderungsinstitut Wien (AT) Berufsförderungsinstitut Burgenland (AT)

Mehrzweckgemeindeverband der Stadt Zala und ihrer Region (Zalaegerszeg, HU)

Projektbudget der Wiener Organisationen € 90.000 davon EFRE: € 76.500