Modellprogramm zur Hospizbetreuung entlang der Grenze –

Ausbildungsangebote für MitarbeiterInnen, die täglich mit sterbenden Menschen in Berührung kommen

Hintergrund des Projekts

Krankheitsverläufe im Alter haben sich in den letzten Jahren verändert. Viele alte Menschen kommen in immer schlechterem Zustand ins Pflegeheim. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben mehrere unheilbare Erkrankungen, die vom ersten Tag an palliative Betreuung auf der Ebene der Medizin (Pflege), der therapeutischen und spirituellen Begleitung verlangen. Das bedeutet für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Herausforderungen umgehen zu müssen, denen sie ohne zusätzliches Wissen und Know-how in Hospiz und Palliativpflege nicht gewachsen sind.

Projektinhalt

Das Projekt NARZISSE ist die Fortführung des EU-Projektes TAMASZ, in dem bereits Organisations- und Schulungskonzepte für Sterbebegleitung und Palliativmedizin entwickelt wurden. In NARZISSE Projekt stand die Umsetzung der Integration von Hospizkultur und Palliative Care in insgesamt acht Heimen in der österreichisch-ungarischen Grenzregion (drei in Wien, drei im Burgenland und zwei in Zalaegerszeg) im Vordergrund. Es wurde ein Organisationsentwicklungsprozess eingeführt mit dem Ziel, die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Arbeitssituation der Pflegekräfte zu verbessern. In diesem Sinn wurden zehn Organisationsentwicklungs-ProjektbegleiterInnen ausgebildet, die diesen Prozess fachlich begleiteten. Zusätzlich wurden insgesamt 67 Personen aus der Region zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult, die anhand des erworbenen Wissens über die Kompetenz verfügten, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in palliativer Geriatrie zu schulen. Eine breit angelegte Kampagne in 12 Schulen und Lehranstalten sollte Bewusstsein für den richtigen Umgang mit dem Thema Tod und Sterbebegleitung schaffen. Auch eine Bedarfserhebung und Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines nach dem Passiv-Prinzip zu errichtenden Hospizhauses in Ungarn wurde im Rahmen dieses Projekts gefördert. Aufbauend auf diese Erhebung wurden anschließend Möglichkeiten betreffend die Errichtung eines Hospizhauses im Komitat Zala im Rahmen einer Machbarkeitsstudie näher untersucht.

Highlights

Der Film mit dem Titel “In Liebe loslassen” (Ungarisch mit deutschen Untertiteln) behandelt die Herausforderungen und Möglichkeiten in Zusammenhang mit Sterbebegleitung und Palliativmedizin:

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit 03/2013-12/2014
Förderprogramm ETZ Österreich-Ungarn 2007-2013
Projektbeteiligte

Berufsförderungsinstitut Burgenland (AT) (LP) Berufsförderungsinstitut Wien (AT)

Hospiz Österreich- Dachverband von Palliativ- und Hospizeinrichtungen (AT)

Vereinigung der lokalen Behörden der Zala Stadt und ihrer Region (HU)

Entwicklungs- und Beschäftigungs-Nonprofit GmbH für die Zalaegerszeg Kleinregion (HU)

 
Projektbudget der Wiener Organisationen € 297.100 davon EFRE: € 252.500