Frauen- und Menschenhandel – Wie kann den Opfern geholfen werden?

Hintergrund des Projekts

13 % der Opfer von Menschenhandel in Österreich kommen aus Ungarn. Die Betroffen, bei denen es sich hauptsächlich um Frauen handelt, bekommen zwar auf beiden Seiten der Grenze Hilfe angeboten, doch die Heimkehr von ungarischen Opfern bedarf einer engen Kooperation von Experten und Expertinnen auf beiden Seiten der Grenze. In beiden Ländern mangelt es an Fachkräften aus dem rechtlichen, medizinischen und psychologischen Bereich, die auf den Umgang mit den Opfern ausreichend vorbereitet sind.

Projektinhalt

Das Ziel des Projekts war der Aufbau von grenzüberschreitenden Kapazitäten in der Grenzregion zur Unterstützung von Opfern von Menschenhandel und die Verstärkung der Kooperation zwischen SozialarbeiterInnen und ExpertInnen aus Ungarn und Österreich. Im Rahmen des Projekts wurde ein Koordinationszentrum in Westtransdanubien errichtet, von dem aus die Heimkehr und Reintegration von ungarischen Opfern gesteuert wurden. Zusätzlich fanden Fortbildungen für SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen und RechtsanwältInnen statt, damit sich diese noch gezielter und wirksamer für die Betroffenen einsetzen konnten. Im Zuge des Projekts wurde eine Übergangswohnung in Westtransdanubien finanziert, in der betroffenen Frauen mit der Unterstützung von SozialarbeiterInnen und PsychologInnen auf die Rückkehr in den Alltag vorbereitet werden. Das Projekt wurde auch bei der Konferenz zum Europäischen Tag gegen Menschenhandel vorgestellt und dadurch überregional mehr Aufmerksamkeit für das Thema erlangt.

 Highlights

Ein dreisprachiger Bericht auf Deutsch, Englisch und Ungarisch zum Thema Frauenhandel bzw. Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung von Ungarinnen und Ungarn in Österreich ist unter folgendem Link zu finden:

 http://luciaprojekt.baptistaoktatas.hu/wp-content/uploads/Executive_Summary_on_Labour_Exploitation.pdf

Eckdaten zum Projekt

 

Laufzeit 09/2013-12/2014  
Förderprogramm ETZ Österreich-Ungarn 2007-2013
Projektbeteiligte

Verein LEFÖ_Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen (AT)

 

Hungarian Baptist Aid (Leadpartner) (Budapest, HU)

Projektbudget der Wiener Organisationen € 53.900 davon EFRE: € 45.800

Weitere Informationen zum Projekt

Projektwebsite

http://luciaprojekt.baptistaoktatas.hu/de/